BRICS – China hat mit seiner Politik der Neuen Seidenstraße ein vollkommen anderes Modell der Kooperation zwischen den Staaten auf die Tagesordnung gebracht, das mit der „Win-Win“-Kooperation bewußt das Interesse des anderen in den Fokus stellt.

RRRedaktion, BRICS Informationen: Frieden, Zusammenarbeit statt einen Krieg gegen Russland! Chinas Präsident fordert Verbot und Vernichtung von Atomwaffen weltweit. „Atomwaffen sollten vollständig verboten und mit der Zeit vernichtet werden, um eine atomwaffenfreie Welt zu ermöglichen“, fordert Chinas Staatschef Xi Jinping. Viele der Annahmen, die lange als selbstverständlich galten, sind längst ins Wanken geraten. Der immer deutlicher sichtbar werdende kriminelle Charakter des internationalen Finanzsystems, für den die sogenannten „Panama-Papers“ nur ein Synonym sind, wirft grundlegend die Frage nach der Rolle der Banken auf, deren negative Bilanzen oftmals das Resultat ihrer Strafzahlungen sind. Die „Too Big To Fail“-Banken sind größer als vor dem Krach von 2008, ein Ereignis, der sich augenblicklich wiederholen kann. Die EU, weit davon entfernt, eine Oase des Friedens und der Einheit zu sein, befindet sich in einer tiefen Identitätskrise, es gibt weder Einheit noch Solidarität. Europa hat bisher keine humanistische Antwort auf die dramatische Flüchtlingskrise gefunden, weder wurden die Ursachen wirklich angepackt, noch auch nur der Ansatz einer Lösung gefunden. Sollen die Bilder von Idomeni, von kleinen Booten im Mittelmeer und an den Strand geschwemmten Kinderkörpern einen Vorgeschmack auf die Tragödie geben, in der die „europäischen Werte“ begraben werden? Was ist von den Äußerungen gewisser transatlantischer Politiker zu halten, daß Rußland, China, Iran, Nordkorea und der Terrorismus die größten Gefahren darstellen – wohl bemerkt in dieser Reihenfolge! Die wahrheitsliebenden Zeitgenossen bezeugen, daß ohne Rußland weder das Abkommen mit dem Iran noch die Chance einer politischen Lösung für Syrien möglich gewesen wären. Größte Besorgnis verursachen ebenso die Krisen um Korea und das Südchinesische Meer. Über eines sind sich kompetente Militäranalysten einig: Es kann im Zeitalter thermonuklearer Waffen keine begrenzten Atomkriege geben.

Es ist dringend notwendig, eine strategische Neubewertung der Lage vorzunehmen, in der sich unsere westliche Zivilisation befindet. Geopolitik hat zu zwei Weltkriegen im 20. Jahrhundert geführt. Wir müssen dringend den Kurs ändern, wenn wir die komplexe und extrem fortgeschrittene Krise lösen wollen. Die Geopolitik muß durch ein völlig neues Paradigma ersetzt werden, die gemeinsamen Ziele der Menschheit für die Zukunft müssen ab sofort der Blickpunkt sein, von dem aus die Probleme der Gegenwart definiert und angegangen werden. China hat mit seiner Politik der Neuen Seidenstraße ein vollkommen anderes Modell der Kooperation zwischen den Staaten auf die Tagesordnung gebracht, das mit der „Win-Win“-Kooperation bewußt das Interesse des anderen in den Fokus stellt. Mit der Neuen Seidenstraße, der Maritimen Seidenstraße und einer ganzen Reihe von neuen Finanzinstitutionen, die ausschließlich auf die Finanzierung der Realwirtschaft ausgerichtet sind, existiert bereits eine Alternative, die von über 60 Nationen als das attraktivere Modell angesehen wird. Der Ausbau der Neuen Seidenstraße für die Entwicklung Südwestasiens und Afrikas – d. h. eine wirkliche Aufbauperspektive für die Staaten, die entweder von Kriegen zerstört sind oder denen in den vergangenen Jahrzehnten die Entwicklung vorenthalten wurde – ist die einzige Chance, wie die Flüchtlingskrise überwunden werden kann. Wir werden um die Frage nach der axiomatischen Grundlage der gegenwärtigen zivilisatorischen Krise nicht herumkommen.

Wir brauchen aber vor allem eine völlig neue Ebene der Definition politischer Lösungen. Die Menschheit ist die einzige kreative Gattung, die uns bisher bekannt ist. Der Mensch ist auf einzigartige Weise in der Lage, auf der Basis der kreativen Schöpfungsmethode immer wieder Lösungen zu entwerfen, die auf einer höheren Ebene angesiedelt sind als die, auf der die Konflikte entstanden sind. Auf diese Kreativität müssen wir bauen, wenn wir die Menschheit von der Klippe der potentiellen Selbstzerstörung wegleiten wollen. Wir müssen deshalb eine Renaissance der klassischen Kultur und einen Dialog der Kulturen einleiten, in denen sich die höchsten Phasen einer jeden Kultur auf die jeweiligen höchsten Ausdrucksformen der anderen Kulturen beziehen. Nur wenn wir die Kenntnis des unerhörten Reichtums der Universalgeschichte bei unseren Zeitgenossen vertiefen und so eine Liebe zu den höchsten Leistungen der anderen Kulturen und damit die Liebe zur Menschheit wachrufen, werden wir den kreativen Genius erwecken können, der das neue Paradigma der Weltgeschichte schaffen kann. Die Konferenz des Schiller-Instituts wird zu diesen Themen Vertreter aus Politik, Ökonomie, Wissenschaft und Kunst zu einem repräsentativen Dialog zusammen bringen, der den Standard definieren wird, wie die Krise zu lösen ist. Angefragt sind und z. T. zugesagt haben führende Regierungsvertreter oder -Experten aus Deutschland, Rußland,
USA, China, Indien, Iran, Südkorea, Ägypten, Frankreich, Italien, Griechenland.

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