Ein Lob, ein Hoch, ein Halleluja auf die St. Jodok Kirche in Ravensburg! Der Weg von Ravensburg nach Auschwitz war ein weiter und qualvoller Weg, ein Weg ohne Wiederkehr! 35 Ravensburger Sinti wurden nach Auschwitz deportiert, 29 davon ermordet!

Vergessene Opfer – Mahnung und zur Erinnerung: Für das Leben lernen! Gegen das Vergessen soll erinnert werden! Am 13.3.1943, also vor 74 Jahren, wurden Sinti und Roma vom Ummenwinkel in Ravensburg nach Auschwitz verschleppt. Zum Gedenken und gegen das Vergessen gab es am 12.3.17 in der St. Jodok Kirche Ravensburg, um 18.00 Uhr, einen Erinnerungsgottesdienst. Joel-Jugendkirche Ravensburg. Thema des Gottesdienstes, Erinnerung an die Ravensburger Sinti und Roma. Musikalische Umrahmung durch die Sintimusiker Bobby und Franky Guttenberger. Geschichten und Erinnerungen von Verwandten. Eine Initiative von Magdalena Guttenberger und Christine Stuhler-Seitel, sie alle wollen das Gedenken an die, nach Auschwitz deportierten und später ermordeten 29 Sinti aus Ravensburg, erhalten. „Sie waren alle Bürgerinnen und Bürger der St. RAV. Und gehörten zur Pfarrei St. Jodok“ (Siehe Mahnmal). Gemeinsam mit der Jugendkirche Joel (Schw. Marie Therese), dem Studentenwerk Weiße Rose, Herr Ederer und dem AK Sinti/Roma und Kirchen in Baden Württemberg, soll nun mindestens 1 mal jährlich der Opfergruppe der Sinti im Rahmen eines Gedenkgottesdienstes erinnert werden und somit zu einem festen Bestandteil im Jahreskreis der kath. Kirchengemeinde werden. Alle Sinti und Roma in Ravensburg sind dafür unendlich dankbar, dass es für ihre verstorbenen und noch überlebenden, für die Nachkommen, diesen gedenkvollen Gottesdienst gab. Für die anwesenden Sinti aus Ravensburg, war es kein leichter Weg zu kommen. Der feierliche Gottesdienst wurde von Pfarrer Hermann Riedle abgehalten. Eine gut besuchte Kirche, Menschen die sichtlich betroffen waren und Tränen in den Augen hatten, Menschen die auch gegen das Vergessen in Ravensburg sind. Nur Menschen mit Herz, Verstand, Charakter, Moral, Ethik und mit einem Gewissen, können das Leid anderer Menschen verstehen. Roma Sinti Was die heimische, die Ravensburger CDU Schwäbische (Bild) Zeitung dazu schreibt! >>> SZ Jenische

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. LS_50249 Hallelujah

Die Zehn Gebote für unsere Behörden, Politiker und für unsere Beamten, damit sie sich besinnen, können, wie man mit seinen Mitmenschen und mit einem Volk umzugehen hat!
Das erste Gebot
Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
Das zweite Gebot
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.
Das dritte Gebot
Du sollst den Feiertag heiligen.
Das vierte Gebot
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
Das fünfte Gebot
Du sollst nicht töten.
Das sechste Gebot
Du sollst nicht ehebrechen.
Das siebte Gebot
Du sollst nicht stehlen.
Das achte Gebot
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Das neunte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
Das zehnte Gebot
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Der Kinderchor aus der Grundschule Weststadt sangen: „Und nur du bist der Quell meines Lebens! Jesus, was wäre ich ohne dich, ich weiß ich brauche dich (…..) Ich liebe dich, weil du mich zuerst geliebt hast (….) LS_50262 LS_50263

Polizei RV

Herr Guttenberger wurde mit seinem kleinen Sohn Tassilo und mit seiner damaligen Frau grundlos im Ravensburger Ummenwinkel verhaftet. Seine Frau erwartet ihr zweites Kind. Nachdem sie mehrere Tage in der heutigen Polizeidienstelle Ravensburg, Seestraße eingesperrt waren, wurden sie mit anderen Sinti nach Stuttgart zur Sammelstelle transportiert. Am Stuttgarter Hauptbahnhof wurden sie dann mit tausenden anderen Menschen in die Waggons gepfercht – der Beginn einer unmenschlichen Tragödie. Nach mehreren Tagen Transport kamen sie in Ausschwitz an. Dort wurde ihre kleine Tochter geboren. Doch noch bevor das Kind einen Namen bekam wurde es getötet – gemeinsam mit der Mutter und dem kleinen Tassilo. Herr Guttenberger überlebte mehrere Konzentrationslager und kehrte nach Jahren zu Fuß nach Ravensburg (in den Ummenwinkel) zurück. Verband Deutscher Sinti & Roma.Netanyahu will nach Basel einladen. Zionismuskongress.

 

RV Marienplatz (Archiv)

Archiv

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So wurden auch in Ravensburg aus Kindern glühende Nazis gemacht: Ravensburger Geschichten aus einer Todesfabrik. Mit der Reichsbahn und mit der Reichspost in den Tod. Vom Arbeitslager zur „Endlösung“! Sinti und Roma leiden noch heute unter den Folgen von Hitlers Hetzjagd. Sinti und Roma sind von den Nationalsozialisten brutal verfolgt worden – auch in Ravensburg, eine Hochburg, eine Wurzel, eine Achse des BÖSEN! Dort ist 1937 ein „Zigeunerlager“, ein Zwangslager entstanden. Die Nachkommen der Verfolgten treiben bis heute Ängste um. Sinti werden in Ravensburg immer noch diffamiert, sogar durch die Polizei, sie sprechen hier ungeniert von den Zigeunern aus dem Ummenwinkel, Zeugen erzählen. So sahen damals die Reichsbürgergesetze aus, mit denen Deutschland und Ravensburg heute wieder alle Kritiker vergleicht und nach dem die Sinti und Roma behandelt wurden: Das Reichsbürgergesetz

An den Deutschen Bundestag
Betr.: Situation von einem Viertel der nach Serbien abgeschobenen Roma

Sehr geehrte Damen und Herren,

jede vierte Person der seit 2016 zurückgeführten Roma findet keine Unterkunftsmöglichkeit in Serbien, weder bei Verwandten noch in einer Siedlung. Sie landet also auf der Straße oder im Wald, da die serbischen Behörden diesem Teil der Roma keinen Wohnraum  zuweisen. Der AK Sinti/Roma und Kirchen BW nimmt wahr, was derzeit mit diesem Teil der Roma geschieht, der zwischen alle Stühle geraten ist. Er verschließt nicht die Augen vor dem Ergehen der Abgeschobenen und in ihrem Heimatland Diskriminierten und aus der Gesellschaft Ausgeschlossenen. Wir fordern die Bundesregierung auf, nicht vor dem Ergebnis Ihres Handelns bei diesem Viertel der rückgeführten Roma abzusehen. Die Bundesregierung trägt durch die Abschiebung in solche Situation hinein eine Mitverantwortung für die Folgen.. Die Beratungskapazität in Serbien für Rückkehrer reicht bei weitem nicht aus. Bei den Menschen ohne Unterkunftsmöglichkeit, tatsächlicher Registrierung oder tatsächlicher Sozialversorgung sind neue Maßnahmen erforderlich, diese sicherzustellen.

Wir bitten um ein Gespräch in der Sache.
Mit freundlichen Grüßen

Wer keine Vergangenheit hat, hat auch keine Zukunft: So sieht die Gegenwart und die Zukunft in Ravensburg aus! Das heutige, CDU, Grüne politische Ravensburg ist bei weitem keine so friedliche und harmlose Stadt, wie es PR mäßig nach außenhin darstellt wird. Rassenlehre im Knast. Nazis und RECHTE Klänge im Knast, NSU gibt es heute noch in der JVA Ravensburg. Justiz Vollzugsbeamte versorgen Häftlinge mit rechtsradikaler Musik. Der Terroranschlag in Berlin, vor Weihnachten 2016, startete von Ravensburg aus. In Ravensburg gab es auch die Schwabenkinder, den Kinder Sklavenmarkt. Tiroler Kinder, die für Bauern und für die ELITE arbeiten mussten, dafür gab es den Tirolerladen von Tommel, aus der Blutwurst Connection. In Ravensburg gab es auch die Judengasse, heute die Grüne Turm Straße und für die Euthanasie von Mengele, fuhr in Ravensburg – Weißenau der Graue Bus ab. Für eine Ausstellung Adolf Eichmann im Landgericht und die dazugehörige Juristen Tagung im Schwörsaal, für die Hitlerjugend Ausstellung im Rathaus, für Roland Freisler, lebt die Nazi Ideologie immer noch in einigen Köpfen der Ravensburger und in einigen seiner Behörden! Die Anwendung von nationalsozialistischer Rechtsprechung in der heutigen Zeit! Zeugen erzählen, Hetzjagd ohne Grund, im politischen Auftrag, so handelt die Ravensburger Polizei heute noch willkürlich, gegenüber unschuldigen Menschen. Die CDU, FDP, Grünen Behörden machen es wieder möglich. Es gibt heute noch Straßennamen, Wege und Tafeln, die die Nazi Zeit verherrlichen sollen. Es gibt ein Rutenfest, ein Rutentheater, die durch die CDU „Schwäbisch Media“, zur Erinnerung, an das Reichsrutentheater und Reichsorchester, an ihre Leser vermittelt wird. Die CDU singt bei ihren Versammlungen Wehrmachtslieder! CDU Oettinger ist gegen die Verunglimpfung der damaligen Wehrmacht! Auch das ist Ravensburg und Deutschland!

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Nicht schon wieder: Deutsche Psychiater würde sogar Pippi Langstrumpf behandeln. Es ist das zweite Mal, dass ein wichtiger Psychiater sich öffentlich äußert, dass angeblich querulatorische Menschen medizinisch zu behandeln seien. Vor einigen Jahren hat das schon ein leitender Arzt der forensischen Psychatrien Haina/Gießen in einem Vortrag so formuliert. Am 4.4.2017 legte Prof. Michael Schulte-Markwort, Leiter in mehreren Hamburger Jugendpsychiatrien bei Markus Lanz im Fernsehen nach. Erschreckend wie sich Deutschland zurückentwickelt und sich seiner Greul Geschicht verpflichtet fühlt! Neue Rechtsgrundlagen für Foltermaßnahmen in Psychiatrien. Das spektakuläre Urteil des Bundesverfassungsgerichts mit dem Verbot weiterer Zwangsmaßnahmen wegen fehlender Rechtsgrundlagen hat nur einige Jahre Pause beschert. Inzwischen haben fast alle Bundesländer neue Maßregelvollzugs- und Psychiatriegesetz erlassen und damit die fehlende Basis geschaffen, wie es das Verfassungsgericht forderte. Die Lage der Patient_innen hat sich dadurch nicht verbessert, oft sogar das Gegenteil. Denn die neuen Gesetze legalisieren jetzt Zwang und Fixierungen sogar ausdrücklich als Disziplinarmaßnahmen, also zur Einschüchterung und Gefügigmachung der Untergebrachten. Gesetzesänderung auf Zwang > Quelle

Ravensburg präsentiert sich auch 2017 als eine mörderische Stadt?: Ravensburg ist nicht sicher! Traumberuf Polizist? Von Diebstähle, Drogen, Sexual- und Kapitaldelikte, Mord und Todschlag, bis hin zur Strafvereitelung im Amt und zur Polizeigewalt. Staatsanwaltsleiter Alexander Boger, Polizeichef Uwe Stürmer, die Heile Welt –  Hauszeitungen, Südkurier, Schwäbisch Media und der Südfinder, Robin Halle, spielen das ganze herunter, verharmlosen es. Die recherchierten Fälle der RRRedaktion und deren anderen Kollegen, werden nicht mit eingebunden und verfälschen so die Jahresbilanz, frisierte Statistiken, beim Pressegespräch. Es werden ja auch nicht alle Medien zum Gespräch eingeladen, der Rest von Straftaten, bis hin nach ganz oben, bleibt unter geheimer, politischer Verschlusssache! Diese CDU, Grüne Stadt ist geprägt von Liebe, Hass, Zerstörung, Demütigung, Zersetzung, Entwürdigung und brutale Zwangsarbeit.

RRRedaktion

Der Ummenwinkel in Ravensburg 2017: Was den Bürgermeister Bastin in Ravensburg nicht interessiert. Die Vorgängerin Frau Utz zeigte schon keinerlei Interesse wie die Menschen in den städtischen Wohnungen hausen und wohnen müssen. Energieeinsparung, Klimaschutz, Energiepass, Wärmedämmung, ein ordentliches Dach, Lebensqualität sind Fremndwörter in den Grünen – CDU Verwaltungen, in den Amtsstuben und für den Gemeinderat, Schlafschafe überall wo man hinschaut. Vor vier Jahren hat man auf die Baracken im Ummenwinkel, wo auch Sinti untergebracht sind, endlich die undichten Dächer repariert. Statt ein isoliertes, ordenliches Dach zu montieren, hat man ein billiges, ohne Isolierung ein Blechdach montiert. In der Tat, denkst du an Ravensburg in der Nacht, bist du um den Schlaf gebarcht. Bei Regen, Hagel oder Sturm tobt direkt über deinem Kopf ein Ohrenbetäubender Lärm, im Sommer ist es BULLEN heiß, im Winter SAU kalt und gleich daneben noch der LKW – Pkw Tunnellärm von der Umgehungsstraße. Aus einer idyllischen Landschaft wurde eine Lärmhölle im Schussental gemacht und mitten drin wohnen Menschen in städtischen Wohnungen, ohne Keller, ohne Speicher, ohne ordentliche Heizung, keine isolierten Wände, in den keinen isolierten Böden, keine Heizung in den einzelnen Zimmern. Nichts zum Wäsche trocken oder Platz um einen Gefrierschrank aufzustellen. Gier frisst Hirn: Für diese kleinen Bruchbuden, Baracken verlangt die Stadt, „Geldgierig“ wie sie ist, Wuchermieten zwischen 600 bis 800 Euro Kalt. Sie brüsten sich damit bei den anderen Städten wie toll sie doch ihre Sintis, die früher in Ravensburg ermordet wurden, heute versorgen. Scheinheiliger, heuchlerischer und zynischer kann man nicht argumentieren, demütigend, voller Hohn, eine moralische Verrottung, so  ist die Stadt Ravensburg wirklich. Die persönliche Verantwortung trägt dafür der OB Rapp, ein Gewinnmaximieren, ein Sprücheklopfer, der gerne gegen die Menschen handelt und nicht ehrlich ist. Die CDU und der Rapp, Schuler Klüngel machen die Menschen krank, damit sie früher sterben und fördern vorher noch so den Pharma- und OSK Umsatz.

Einblicke in die Zeit- und Gegenwartsgeschichte der Ravensburger. Wie Männer, Frauen, Kinder und Alte in der Stadt Ravensburg, in vergangener und heutiger Zeit gearbeitet und gelebt haben und wie sie versuchten ihren Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Journalist Roland Regolien, RRRedaktion, hat das schon immer interessiert. In seinen vielen Gesprächen haben ihm zahlreiche Menschen in und um Ravensburg, aus ganz Deutschland, ihr Vertrauen geschenkt und ihre eigenen Lebensgeschichten, die ihrer Eltern und Verwandten erzählt. Vom Nationalsozialismus, von religiöser Verfolgung, von unvorstellbarer Armut, von Folter und von den körperlichen und seelischen Leiden im Schussental der Tränen, im Vorhof zur Hölle, ein Leben bis heute unter Angst. Sinti, Roma im Ummenwinkel gehören auch dazu. So entsteht derzeit ein Buch mit nahegehenden Schicksalen der verlorenen, zerstörten Lebensleistungen, mit vielen Fotos und Dokumenten aus den Privatarchiven der Interviewten. Wir bringen in der nächsten Folge, dieser Artikel wird fortgeschrieben, einen ausführlichen Sonderbericht, vor allem über Sinti und Roma und über ihr Leben, Leiden und Sterben in Ravensburg. Deshalb wird diese Stadt auch Guantanamo Ravensburg benannt, man möchte die Wahrheit nicht hören, geschweige denn lesen.

„Wenn ein Staat Angst hat baut er Gefängnisse!“: Wir wünschen uns alle! Gerechtigkeit. eine Wertegemeinschaft, den Werterhalt, Wertschätzung, Frieden, Freiheit, Gemeinsamkeit, mehr Mitgefühl, Menschlichkeit, Miteinander statt immer nur staatliche Gewalt, ein Neben- und Gegeneinander. Wir möchten keine Kriegsvorbereitungen, keinen neuen Völkermorde und keine neuen Arbeitssklaven! Mehr Herzensbildung für Ravensburg, bis nach ganz oben und in allen Behörden! Wir brauchen keine Umerziehungsläger der Neuzeit und auch keine neue Endlösungen. Wir brauchen keine überfüllten Psychiatrien, mit willkürlich weggesperrten, vollgestopft mit Psychopharmaka. Wir brauchen keine politischen Häftlinge, in einer überfüllten JVA. 

Auch für Ravensburg

Ein unbekanntes Volk: Sinti und Roma, die heute noch als Zigeuner beschimpft werden, was hat sich in den Köpfen der Gesellschaft von damals bis heute verändert? Die Bezeichnung „Zigeuner“ ist vermutlich aus dem altgriechischen Wort „atsínganoi“ entstanden. Übersetzt heißt dies „Unberührbare“. Dadurch wird klar, weshalb die Bezeichnung von vielen als herabsetzend angesehen wird. Heute verwendet man in Deutschland meist den Begriff „Sinti und Roma“. Lange Zeit wurden die Völkergruppen verfolgt – ein trauriger Höhepunkt war die Zeit des Nationalsozialismus‘. Auch heute noch erfahren sie Diskriminierungen. Was sind die Wurzeln der Sinti und Roma? Warum waren sie lange Zeit ein umherziehendes Volk – und wie wurden sie zu „Sesshaften“? Dotschy Reinhardt „Ich will nicht so deutsch wie möglich leben“. Sie wurde früher „dreckige Zigeunerin“ genannt und trifft heute noch auf Vorurteile. Warum Dotschy Reinhardt mit einer Flucht heiratete und Frank Sinatra liebt.

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Als Magdalena Guttenberger 17 Jahre alt war, begann sie Fragen zu stellen. Antworten bekam die Romni von ihrer Mutter und Menschen mit einem „Z“ und einer Nummer auf dem linken Unterarm. Schreckliche Antworten. „Warum hast Du mir das noch nie erzählt?“, fragte die Tochter damals. Und ihre Mama sagte: „Weil ich nicht wollte, dass auch Du für immer in Angst lebst.“ Bald feiert Magdalena Guttenberger ihren 60. Geburtstag und weiß, wie berechtigt die Bedenken ihrer Mutter waren. Die beiden Frauen wohnen heute zusammen mit Magdalenas Mann Julius, einem ihrer Söhne und Enkel am Ravensburger Stadtrand. Hier, im Ummenwinkel, pferchten 1937 die Ravensburger Verantwortlichen die „Zigeuner“ der Stadt in 14 Baracken und bauten einen eineinhalb Meter hohen Zaun um die Siedlung. Am 13. März 1943 wurden 35 Bewohner ins Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau abtransportiert und 29 von ihnen ermordet. Die Nationalsozialisten vergasten sie oder sie starben an Mangelernährung, Misshandlungen, Krankheiten.

Schätzungen zufolge brachten Adolf Hitlers Gefolgsleute im Dritten Reich bis zu 500.000 Sinti und Roma um. Für die Nazis waren diese Frauen, Männer und Kinder minderwertige Lebensformen, die es wie die Juden auszurotten galt. Magdalena Guttenbergers Schwiegervater Julius war einer der 35 Ravensburger Sinti. Er überlebte und erzählte ihr, wie die Ravensburger Nazis die Sinti nach der Zwangsansiedlung im Ummenwinkel schikanierten – und zum Beispiel mit Gewehren alle Hühner und Hunde erschossen. Auch an jenen 13. März erinnerte sich der Sinto genau. „,Die Gestapo kam wie aus dem Nichts, Magdalena‘, hat er gesagt, ,du legst dich schlafen, denkst noch, morgen musst du wieder zur Arbeit in die Matratzenfabrik, und dann tritt jemand auf einmal in aller Früh die Tür ein.'“ Die rund 100 Bewohner mussten sich vor den Baracken aufstellen, Mitarbeiter der Geheimen Staatspolizei wählten 35 aus. Dabei rissen sie viele Familien auseinander, verhafteten einen Bruder und ließen die Schwester da. Die im Ummenwinkel verblieben, wurden später zum Teil zwangssterilisiert. Mit der zur Verladung in Sonderzüge nach Stuttgart endete der Bericht des Schwiegervaters. Was danach geschah, brachte er bis zu seinem Tod nie richtig über die Lippen. „Acht Mal hat er es versucht“, sagt Magdalena Guttenberger, „aber er brach immer so in Tränen aus, dass er gesagt hat, lassen wir es.“

Wie es in Auschwitz-Birkenau war, erfuhr sie von ihrer Schwiegermutter Martha. Diese wurde im Frühjahr 1943 mitsamt ihrer Familie in Mosbach verhaftet. In Auschwitz stach das Personal ihr die Nummer 5656 in den Unterarm mit einem „Z“ für „Zigeuner“ davor. Im Lager musste sie auf Kinder aufpassen. „Jede dieser ,Kindergärtnerinnen‘ betreute da ständig 50 Mädchen und Jungen, deren Eltern schon tot waren“, sagt die Schwiegertochter. „Die Kinder bekamen immer wieder tödlich hohe Dosen Fluorid in den Joghurt reingespritzt und starben eines nach dem anderen. Bis zu ihrem Tod 2009 träumte meine Schwiegermutter von diesen Kindern.“ Magdalena Guttenbergers Mutter, eine Romni aus der einstigen Tschechoslowakei, sollte ebenfalls 1943 nach Auschwitz. Nur wegen Transportproblemen landete sie mit ihrem Bruder und der Mutter in einer Art Bunker bei Bratislava. „Etliche starben da drin“, sagt Magdalena Guttenberger. „Ab und zu ging eine Deckenluke auf und jemand schmiss altes Brot hinunter. Dabei verletzte sich einmal ihre Mutter. Sie erkrankte an Typhus und starb. Ihr Bruder hat diese Brotszene nie verwunden und sich später mit Gas das Leben genommen.“ Nicht nur den damals verfolgten Sinti und Roma fällt es schwer, diese unfassbaren Gräueltaten zu verarbeiten – auch ihre Nachkommen leiden unter diesem Völkermord. „Die Angst unserer Eltern hat sich auf uns zum Teil übertragen“, sagt Magdalena Guttenberger. „Ich und auch mein Mann Julius sind mit der ständigen Ermahnung groß geworden: ,Pass auf Dich auf!‘ Und als ich dann erfuhr, was man ihnen angetan hatte, hat sich das noch verstärkt. Wir sind psychisch angeschlagen, vor allem was Sicherheitsbedürfnis betrifft.“ Das merkt sie immer wieder. Bei Polizeikontrollen bekommt sie grundlos große Angst. Als im Bundestagswahlkampf 2013 in der Ravensburger Gegend NPD-Plakate hingen mit dem Slogan „Geld für die Oma statt für Sinti & Roma“, wurde sie krank und verbot ihren Söhnen abends auszugehen. „Ich habe angefangen zu weinen und zu schreien, weil ich Angst hatte um ihr Leben.“

Magdalena Guttenberger kämpft auf ihre eigene Art an gegen diese Angst. Seit Jahrzehnten setzt sich die Deutsche dafür ein, die Verständigung zwischen der „Mehrheitsbevölkerung“ und den 70.000 Sinti und Roma in Deutschland zu verbessern. Dafür arbeitet sie etwa im „Arbeitskreis Sinti/Roma und Kirchen in Baden-Württemberg“ oder spricht vor Schulklassen. Die Erzieherin erkennt Fortschritte im Miteinander – aber nur kleine und langsame. Viele Jahre hat sich für die Sinti in Ravensburg niemand interessiert, die nach dem Krieg weiter im Ummenwinkel lebten. Bis in die 80er wohnten sie in den 1937 erbauten Baracken ohne fließend Wasser. „Dann setzten sich zum Glück zwei Frauen für bessere Wohnbedingungen ein, Ingeborg Geddert und Margarete Keddig. Dafür sind wir ihnen bis heute dankbar.“ Erst in der 90ern wurde die Geschichte der Sinti-Verfolgung in Ravensburg systematisch aufgearbeitet und 1999 ein Mahnmal in der Innenstadt errichtet. Das sei natürlich positiv, wie auch das es etwa mit dem Ulmer Pfarrer Andreas Hoffmann-Richter jetzt einen Beauftragten der Evangelischen Landeskirche in Württemberg für die Zusammenarbeit mit Sinti und Roma gibt, sagt sie. „Aber wenn ich diese Pegida-Demonstranten höre und an die NPD-Plakate denke, dann macht mir das immer noch Angst.“ Sie hofft, dass zumindest die Enkel ihrer Kinder einmal ohne Angst in Deutschland leben.