Staatstrojaner frisst Demokratien – Attac – Beeindruckender Protest gegen die G20-Inszenierung in Hamburg!

Unser Einsatz unter dem Motto „Global gerecht statt G20“ hat sich gelohnt. Wir waren als Attac maßgeblich beim Aktionsdreiklang im Rahmen der G20– Plattform beteiligt. Unzählige Menschen aus dem In- und Ausland haben gezeigt, dass sie sich durch Versammlungsverbote, mediales Trommelfeuer und polizeiliche Übergriffe, aber auch durch unverantwortliche Aktionen Weniger nicht daran hindern lassen, für unsere Ideen einzutreten: Bereits auf dem alternativen „Gipfel für globale Solidarität“ am 5. und 6. Juli haben sich 2.000 Menschen aller Altersgruppen versammelt, doppelt so viel wie erwartet. Das ist ein klares Zeichen dafür, wie drängend die Suche nach Alternativen und Lösungen ist. Kritik an den Zuständen vertiefen, Alternativen für ein „Gutes Leben für Alle“ austauschen, Strategien zur Umsetzung beraten und sich vernetzen war das Ziel des Gipfels. Elf Podien und 75 Workshops waren allesamt gut besucht, es wurde lebhaft diskutiert, und wir hatten eine breite Berichterstattung in den Medien. Am Aktionstag unter dem Motto „Colour the red Zone – die rote Zone bunt machen“ während des offiziellen Gipfels am 7. Juli haben mindestens 5.000 AktivistInnen am Vormittag die Protokollstrecken der offiziellen Delegationen des G20-Gipfels blockiert. Ziel der Aktion war, Sand ins Getriebe des Gipfelablaufs zu streuen. Einige Delegationen mussten umkehren und konnten den Gipfelort nur über Umweg erreichen. Mittags haben Attac-AktivitInnen die Schaufenster einer  Deutschen Bank Filiale bemalt und damit an „Pay your Taxes“ erinnert. Es gab  Aktionen zu „Wachstumswahn“ und „Freihandel als Fluchtursache“ sowie einen Umzug „Neo-Liberalismus ins Museum“. Am Nachmittag haben viele Attacies beim Versuch, die Elbphilamornie als Ort des G20-Abendspektakels zu umzingeln, mit einem „orangen Block“ kreativ und gut gelaunt ihren Protest auf die Straße gebracht. Am Samstag, 8. Juli haben auf der internationalen Großdemonstration „Grenzenlose Solidarität statt G20“ 76.000 Menschen der G20-Inszenierung sichtbar ein „No G20“ entgegengesetzt: AktivistInnen aus Gewerkschaften, Umwelt-, Friedens-, Antirassismus- und Flüchtlingsbewegungen haben zusammen mit radikalen und gemäßigten Linken gezeigt, dass wir uns das Demonstrationsrecht nicht nehmen lassen – laut, bunt und entschlossen. Diese Demonstration war die angemessene Antwort auf die sinnlose Zerstörung und die erschreckende Polizeigewalt der vergangenen Nacht. Wir freuen uns, dass so viele Menschen unserem Aufruf gefolgt sind. (Achim Heier)