Wie wichtig ist heute die Fortbildung, die Weiterbildung und die Informationen für den Alltag? Heilpädagogische Fachtagung vom 25.9.2017 in Augsburg!

Heilpädagogik ist Pädagogik unter erschwerten Bedingungen, ihre Zielgruppen sind: Heilpädagogen, Pädagogen, Sozial- und Sonderpädagogen, Erzieherinnen, Heilerziehungspfleger, und Sozialarbeiter (innen) und alle heilpädagogisch Interessierten (in Frühförderung, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Heimen, Kindergärten, Schulsozialarbeit) Diese Fortbildung vermittelt Ihnen das notwendige und langjährig erprobte Rüstzeug für eine erfolgreiche Eltern- und Familienarbeit. Sowohl Führungs- und Beratungskräfte als auch therapeutische Fachkräfte werden für Ihre Praxis wertvolle Anregungen mitnehmen. Christine Stuhler-Seitel, Ziemetshausen, sie  war die Tagungsinitiatorin und hatte die Tagungsorganisation und die Tagungsleitung. Wenn das sogenannte Heilmittel zum Suchtmittel wird. Medikamentenabhängigkeit = Medikamentmissbrauch. Nicht nur Erwachsene, auch unsere Kinder werden schon mit Medikamente vergiftet und der Staat schaut dabei zu.

Frau Stuhler-Seitel betonte besonders in ihrer Ansprache: Das Bild einer Familie, jeder einzelne von uns hat ein persönliches Bild von Familie das sehr verschieden ist. So auch das Titelbild des Flyer. Dieses Familienporträt zeigt eine Familie modelliert aus Knetmasse. Wie ihr hinter mir seht. Diese bildliche und szenische Darstellung einer Familienform hängt als Bild in meiner Heilpädagogischen Praxis.  In unserem pädagogischen Alltag arbeiten wir ja nicht nur „am Kind“ alleine sondern auch mit seiner Herkunftsfamilie. So kam es eines Tages, dass ein gerade erst vierjährig gewordenes Mädchen  während seiner Behandlungseinheit vor diesem Familienbild steht und dieses betrachtet. Es schweigt und ist ganz in sich versunken und ….nach eine Weile des Stillschweigens frägt es: Ist das eine Familie Sie beantwortet sich selbst die Frage und sagt, ja das ist eine Familie und die halten sich an den Händen und schauen so glücklich aus , ja so eine Familie hätte ich auch gerne. …..dazu möchte ich anmerken, dass Kind lebt in einer Pflegefamilie und in ihrer so kurzen Biographie hatte sie schon mehre „ Familienwechsel“ gegeben. Paul Moor einer der Väter der modernen  Heilpädagogik verdeutlichte immer wieder, Heilpädagogik, sei nichts anderes als Pädagogik unter erschwerten Bedingungen. Wenn wir danach fragen, was Pädagogik für eine Aufgabe hat, können wir sagen: „Die wichtigste pädagogische Aufgabe der Eltern besteht darin, das Leben ihrer Kinder zu begleiten und dabei „Kindheit“ als eine durchaus eigenständige Lebensform und Lebensphase anzusehen.

Rückblick auf die letzte Fachtagung: Wir freuen uns sehr, Sie auf unseren Fachtag zum Thema „Kooperation mit Eltern und Familien, Kompetenzen, Methoden, Effekte“ aufmerksam machen zu dürfen. Heilpädagogische Unterstützungsangebote für Familien mit einem (seelischen)  behinderten  Kind  orientieren sich an den individuellen Entwicklungsphasen und Entwicklungskontexten. Die Kenntnis der familiären Lebenssituation und das Wissen um deren Auswirkungen bilden wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Elternarbeit. Eltern-Kind-Interaktionen sind bedeutsam für die Identitätsentwicklung des Kindes. Dieses Wissen um die Bedeutung dieser Erfahrung bildet einen zentralen Ansatz in der heilpädagogischen Arbeit mit Kinder, Jugendlichen und deren Familien im Spannungsfeld psychosozialer Risiken. Heilpädagoginnen helfen Eltern und Erziehern bei dieser Aufgabe, wenn erschwerende Bedingungen in der Erziehung dies erfordern. d.h., wenn Kinder- und Jugendliche eine zusätzlich Entwicklungsförderung benötigen .

Es werden immer verschiedene Workshops zum Thema angeboten. Diese Fachtagung vermittelte Ihnen ein notwendiges Rüstzeug für eine erfolgreiche Eltern- und Familienarbeit. Kooperation mit Eltern und Familien. Kompetenzen, Methoden und Effekte. Hauptvortrag:  Prof. Dr. phil. Lotz- Kooperation mit Eltern und Familien. Kompetenzen, Methoden und Effekte mit anschließender Diskussion. Erfolgsstory: Eine Mutter berichtete über einen  Behandlungserfolg an sich und an ihrem Kind.

Workshop 1: Kooperation mit Eltern und Familien, Kompetenzen, Methoden, Effekte Prof. Dr. phil. Dieter Lotz. Vorgestellt und praktiziert wird das sogenannte Reflekting Team (nach Tom Andersen). Dabei stehen Problem-und Interessensanalysen im Mittelpunkt, aber auch die Diskussion um konkrete Handlungsperspektiven. Die Teilnehmer/innen können Beispiele aus ihrer Praxis mit- und einbringen.

Workshop 2: Fit für die Begegnung? Interkulturelle Kompetenz in der Arbeit mit Eltern und mit Migrationshintergrund im Zusammenhang mit Behinderung.
Parvaneh Jafarzadeh, Dipl. Pädagogin, interkulturelle Trainerin, Mitarbeitern von AMYNA e.V.
•Kulturkategorien und Unterschiede
•Interkulturelle Kommunikation und Verständigung
•Wertsysteme in der Kindererziehung
•Welche Bedeutung hat Behinderung im kulturellen Kontext
•Welchen Bedarf haben migrierte Eltern mit behinderten Kindern für die Verbesserung der Situation Ihrer Kinder?

Die Suche nach Wegen aus Erziehungs- und Sinnkrisen. Das klassische Handlungsfeld der Heilpädagogik ist die pädagogisch-therapeutische Arbeit mit behinderten Kindern und Jugendlichen und ihren Familien. Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen haben häufig nicht die Möglichkeit, sich ihre Welt ohne Unterstützung aktiv anzueignen und an ihr teilzuhaben. Sie sind besonderen Entwicklungsrisiken ausgesetzt, die eine individualisierte Begleitung und Förderung erfordern. Hierbei gilt es insbesondere Eltern und Kind zu unterstützen, damit sich die kindliche Entwicklung in einem positiven Sinne entfalten kann. Im Rahmen der Eltern- und Familienarbeit begegnen uns Menschen in ganz individuellen Erziehungs- und Lebenslagen. Bei aller Unterschiedlichkeit kristallisiert sich immer wieder eine Aufgabe heraus, vor der alle Eltern stehen: Es ist die Suche nach Wegen aus Erziehungs- und Sinnkrisen. Die Suche nach neuen Lebensperspektiven – oft auch angesichts irreversibler Schädigungen, Beeinträchtigungen und Behinderungen. Diese überregionale Fachtagung soll einen Beitrag zur Diskussion vielfältiger Arbeits- und Berufsfelder innerhalb der Heilpädagogik leisten. Gemeinsam möchten wir erlebten Erfahrungen in den unterschiedlichen heilpädagogischen Arbeitsfeldern im Licht der Zeit reflektieren und uns der Frage zuwenden, welche Unterstützungsangebote für Familien mit einem (drohenden) behinderten Kind benötigt werden. Beide Workshops finden zeitgleich von 13.30 – 16.00 Uhr statt. Nach den Workshops erhalten alle Tagungsteilnehmer eine Zusammenfassung beider Workshops. Niemand verpasst etwas. Nach den Workshops ab 16.30 Uhr kann von den Teilnehmern bei Bedarf ein Netzwerktreffen organisiert werden.

Christine Stuhler-Seitel, Ziemetshausen: Workshop 1 Kooperation mit Eltern und Familien. Kompetenzen, Methoden, Effekte Prof. Dr. phil. Dieter Lotz. Vorgestellt und praktiziert wird das sogenannte Reflekting Team (nach Tom Andersen). Dabei stehen Problem- und Interessensanalysen im Mittelpunkt, aber auch die Diskussion um konkrete Handlungsperspektiven. Die Teilnehmerinnen können Beispiele aus ihrer beruflichen Praxis mit- und einbringen.

Auf dem Programm der Veranstaltung stand u. a. der Hauptvortrag von Herrn Prof. Dr. phil. Dieter Lotz zum Thema: Kooperation mit Eltern und Familien. Kompetenzen, Methoden, Effekte „Nicht nur das Kind, auch seine Umgebung ist zu erziehen“, so formulierte der Heilpädagoge Paul Moor schon in den 1960 Jahren einen aus heutiger Sicht systemischen Ansatz: die Auffälligkeiten eines „Symptomträgers“ werden im Kontext seines Familiensystems betrachtet. Das „Wagenrad“ (Lotz) wird als Diagnostik- und Handlungsinstrumentarium vorgestellt und möglichst praxisnah vermittelt, auch in Beziehung zu Einrichtungen, in denen HeilpädagogInnen arbeiten. (Die nächste Fachtagung wird rechtzeitig bekanntgegeben.)

Begrüßungswort Markus Hörger, bhp-regionalsprecher: Mein Name ist Markus Hörger. Gerade in der Simpertschule, aber auch meine Erfahrungen in anderen Einrichtungen wird mir immer klarer, wie wichtig unsere Arbeit als  Pädagogische Fachkraft ist. Erlauben sie mir da eine Analogie: In der Heilpädagogik müssen wir als Fachkraft den Werkzeugkoffer „Ganzheitlichkeit“ benützen den wir in unserer Ausbildung in der Fachakademien und den Universitäten gelernt haben immer bewahren. Dieser spezieller  Werkzeugkoffer ist kein  normalen Multitoolkoffer von Obi oder vom Baumarkt, sondern  ein spezieller Fachkoffer.

• Hier steht eine Lupenbrille für „das hinter die Ecken schauen: die Diagnose das Durchführen und Analysieren von Tests.
• Die Wasserwaage zur ausgewogenen vertretbare und auf heilpädagogisches Basis liegenden Konfliktlösungen.
• Der feine Schraubenschlüssel um mit den Stärken fördern die Schwächen zu verhindern. wobei wir das Kind dort abholen wo es steht.
• Und das Massband für die gute Zusammenarbeit mit den Eltern oder Erziehungsberechtigten um das Engagement und die Kräfte zu verbinden und zu bündeln.

Groben Werkzeuge wie Beißzange, Hammer, oder Säge sind nicht heilpädagogisch.
Bei Bedarf brauchen wir das ein oder andere Werkzeug mehrmals am Tag. Doch eines sollten wir nicht vergessen: Wir haben in unserer Ausbildung einen Koffer bekommen, den wir uns nicht nehmen lassen sollten. Wer kennt sich in der Handhabung besser als der Besitzer dieser Werkzeuge. Ich will ihnen Mut machen, verwenden sie ihre feinen Werkzeuge. Ich weiß, in unserer Berufssparte erfahren wir unserer Ergebnis nicht gleich wie bei einer Bandarbeit, bei der alle Werkstücke gleich aus der Maschine kommen. Aber glauben sie mir, unser „Werkstück Kind“ wird sich auch nach einer gewissen Zeit umdrehen und „Danke“ sagen.

Beispiel: „Herr Hörger ich weiß wir haben uns häufig jeden Tag in die Haare bekommen, aber jetzt fange ich die Lehre als Schreien an, verdiene mein erstes Geld.“ — „Das habe ich zum Teil ihnen zu verdanken“. Ein groben Rohling haben wir zum Teil  in  unsere Elternarbeit mit den Erziehungsberechtigten. Unsere Eltern brauchen Hilfe und Unterstützung. Hierbei ist unsere Aufgabe an diesem Rohmaterial behutsam und mit gegenseitiger Akzeptanz, Wertschätzung und Einfühlsamkeit  zu bearbeiten,

Auszüge aus einem Vortrag: Ein kleiner Einblick in die Erziehungswelt einer Mutter! Elternarbeit, eine berufstätige Mutter erzählt aus ihrer Erfahrung. Sie steht mit beiden Beinen im Leben und hat keine Allüren, also eine ganz normale Frau. Sie bemüht sich es allen Familienmitgliedern gerecht zu machen. Nur, nach zwanzig Jahren ging auch ihr die Puste aus, es kam für die Familie ein Schicksalsschlag nach dem anderen. Trotzdem haben sie ihren Humor nicht verloren, „drum wär`s nett wenn sie mir schenken ihr Ohr“, so plädierte sie an die Zuhörer. Auch wenn mein Vortrag etwas witzig klingt, trotzdem müssen sie es ernst nehmen, nehmen sie es nicht nur geistig auf, sondern auch mit ihrem Herzen. Sie wollte für ihre Kinder immer nur das Beste, trotzdem hatte sie als Mutter das Gefühl, sie ist zurückgeblieben als das Letzte. Besonders bei Therapeutinnen und Therapeuten die selbst keine eigenen Kinder hatten. Man sollte bei solchen Beratern die Finger weglassen. Von Schulbegleitungen und Elternarbeit reden sie schlau daher, doch es funktioniert so nicht im Alltag. Da kommen die Kinder um 15 Uhr von der Schule nach Hause, müssen dann noch Hausis machen und scheitern dann trotzdem kläglich. Weil täglich noch eine halbe Stunde üben und Lernzeit wurde von den Einrichtungspädagogen empfohlen, mein Kind kommt auf den Knien daher, dass gehört verboten.

Also sage ich als Mutter halt, die Bildung kann es nicht erzwingen mit Gewalt, dann lernen und üben wir nur am Wochenende, da haben wir etwas mehr Zeit und es wird keiner gedrängt. Den Pädagogen fällt das gar nicht auf, was haben diese Personen eigentlich drauf? Vor allen Dingen ist es wichtig, wo bleibt dabei das Kind? Wenn man sich dann von einer Fachkraft dann anhören muss, ihr Kind mit acht Jahren ist doch schon groß, na dann findet man das ganze nicht mehr famos. Wie kann ein Kind denn schon groß sein in dem Alter, wo bleibt hier noch die Kindheit erhalten? Es soll auch noch alles selber machen, dann ist es kein Wunder, wenn viele Kinder landen auf dem Bauch. Am schlimmsten ist es in den großen Einrichtungen. Man spricht aus Erfahrung, in solchen Einrichtungen wird einem als Mutter gesagt, ihr Kind braucht Medikamente, ja Saperamente können sie nichts mehr ohne Gift machen?

So musste ich mich selber schlau machen, ich holte mir eine Zweitmeinung bei Neurologen, Psychologen und Heilpädagogen, aber in der Großeinrichtung wurde ich nur noch angelogen. Dann konfrontiere ich die angeblichen damit, doch halt, ich fange nochmal an bei meiner Version, und hoffe es bleibt nicht bei einer Vision, weil ich und meine Kinder sind schon gegangen durch so manche reale Fiktion, denn meine Gedanken gehen alle etwas an. Elternarbeit ist das Wort, was es eigentlich gar nicht gibt hier und dort. Der Therapeut macht so sein Ding, dass heißt aber nicht das es etwas bringt. Als Mutter benötige ich für mich und meine Kinder viele Elterngespräche und zwar nicht nur einmal im viertel Jahr, sondern dann und gerade am Anfang des öfters mal hier und dort. Für mich wichtig wäre es, dass ich das ganze auch daheim umsetzen kann und nicht der Therapeut Sachen von mir verlangt, die nie nicht gehen können. Für effektiv dienlich, und praktisch umsetzbar ist man noch meilenweit davon entfernt.  Vor allen Dingen sagt man ja rein wissenschaftlich und pädagogisch, dass Eltern ein Mitteilungsbedürfnis haben und sie sich deshalb vor das Kind in den Vordergrund stellen, ist ja logisch, weil das Kind es gar nicht selbst in Worte fassen kann.

Sogar mir als Mutter fällt es auch oft sehr schwer, aber ich bin ja auch nicht vom Fach. Aber sich dann nach jedem Gespräch als Dofi zu fühlen,  dass geht eindeutig über meine Gefühle. Wenn es dann dem Kind auch nichts bringt, dann sollten sich die Einrichtungsdrucker mal Gedanken machen, ob sie es überhaupt bringen. Ich sage nur Umsetzung und Sprache in Augenhöhe in einer Kommerzeinrichtung, oh jemine, bei einer Heilpädagogin kann man da nur Jodeln. Ich habe beiden das gleiche von meinem gebrochenen Kind erzählt, auch wie es mit den Eltern und Geschwistern zu Hause geht und nichts gelingt. Verstanden hat mich nur meine Heilpädagogin, da stellt sich mir die Frage, warum sind die in der Einrichtung so verlogen? Ich muss kein Therapeut, Doktor oder Pädagogin sein, um zu wissen, dass diese Leute sich vom Gesamtbild einen Eindruck machen. Um ein gutes Ergebnis erzielen zu können gehört auch  Herz, Bauch und Verstand dazu und dabei nicht mein Kind vergessen.

Ich will mich nicht darüber beklagen, es stellt sich für mich die entscheidende Frage: Ist Elternarbeit eine Notwendigkeit oder ist Elternarbeit nur von den Eltern aus eine gewünschte Übelkeit? Ja Elternarbeit ist einer von den fünf Faktoren, ich als Mutter bin oft allein gelassen worden, und ich habe keine vernünftige Hilfe bekommen, außer von unserer Heilpädagogin. In der Einrichtung nur alle vier Wochen, für 10 Minuten, wo die Zeit nicht reichte, wo unsere Heilpädagogin sich die Zeit nahm, da wo man sie am nötigsten gebraucht hatte, nicht nur für mich als Mutter, sondern ganz besonders für mein Kind. Ich möchte besonders noch herausheben, dass zum Beispiel unsere Heilpädagogin sich ausreichend Zeit nahm. Ich nehme mir dann einen Zettel und unterteile ihn in Spalten, wie es sein soll, wie es ist, wie ich selbst ans Ziel komme, wie es mir als Mama im Chaoszustand geht, wie es meinem betroffenen Kind gerade geht, wie es den Geschwistern geht, wie es der Familie geht, wie es mit der Partnerschaft geht, welche Fehler ich gemacht habe, warum reagieren meine Kinder so. Am Besten geht es, wenn ich mir meine Sache von außen betrachte. Ich sehe dann mich und meine Lieben von außen,  jeden einzelnen, da fallen mir von dieser Sichtweise aus viele Dinge auf.  Viele Dinge die mir Sorgen bereitet haben, kann ich so beheben, viele Dinge kommen erst nach Wochen zum Vorschein. Bei anderen Dingen benötige ich dann ein ausführliches Gespräch, wobei ich also sagen muss,  dass ich diese Dinge nicht in Worte fassen kann.

Da kommt dann unsere Heilpädagogin ins Spiel, da wird mir dann gesagt, wie das Wort dafür heißt. Am Besten gelingt die Sorgen und oder die Problem- Bearbeitung, wenn man ein Wort dafür hat und wenn man jemanden hat, mit dem man diese Probleme ausführlich diskutieren kann und wenn dieser jemand einen ernst nimmt, und nicht ständig auf die Uhr schaut. Am schlimmsten ist es, wenn man berechnet wird von sogenannten Fachkräften. Als Mutter nehme ich die Sorgen meiner Kinder sehr ernst. Paul Moor sagte: „Erst Kind verstehen, dann erst erziehen.“ Oder, Professor Dr. Lotz sagte: „Nur was Sinn macht, werde ich umsetzen“. Da muss ich diesen beiden Recht geben, weil jedes meiner Kinder ist anders, jedes meiner Kinder hat seinen eigenen Charakter, jedes meiner Kinder benötigt eine andere Hilfestellung, jedes meiner Kinder hat das Recht, das ich es nach allen Regeln der Kunst, nach meinen verfügbaren Möglichkeiten sie unterstützen, damit es für das Kind in die richtige Richtung weitergehen kann. Dies bedeutet für mich als Mutter Stress! Weil, ein Tag hat nur 24 Stunden, arbeiten gehen, Haushalt, soviel als möglich Infos zu bekommen von Therapeuten, Pädagogen, für jedes Kind mit den Lehrern in engem Kontakt stehen, dies ist alles Zeit, die ich mit meinen Kindern nicht verbringen kann. Trotzdem bewegt sich mein Gedankenkarussell 24 Stunden am Tag, Empathie nennt man wohl das Ganze.

Zu 90 % habe ich das immer selbst hinbekommen, ab einer gewissen Überbelastung, also in meiner Sinnes und Erziehungskrise, da benötige ich  jemanden der mich versteht, der mit mir auf einer Wellenlänge schwimmt, und mich nicht nur belächelt, der mich ernst nimmt in meiner Gedankenkrise. Nur gute Ratschläge von anderen, helfen da nicht weiter, keiner der einem wirklich hilft, so musste ich mir selbst Unterstützung suchen und genau da scheiterte es.
Fest steht für mich, wenn ich als Mutter merke, das etwas mit meinem Kind ist, fest steht für mich als Mutter auch, dass ich schnellstens Handeln muss,  fest steht für mich als Mutter auch, dass ich erst einmal wissen muss, was mein Gegenüber so belastet, fest steht für mich als Mutter auch, dass man dazu fähige Menschen benötigt, eben die empathisch, alles andere bringt meines Erachtens nicht den Erfolg, den man sich wünscht. Am Besten funktioniert dies, wenn man seinem Kind das Gefühl gibt, dass es dies aus eigener Kraft oder mit eigenem Willen erreicht hat. Dafür muss ich als Mutter alle Register ziehen und mich deshalb mit Spezialisten unterhalten können, damit auch ich als Mutter in manchen Situationen nicht nur mit dem Herz und auf mein Bauchgefühl höre, sondern auch mein Hirn mit einbringe, weil durch die Bindung zum Kind immer viel Liebe und mit Emotionen zusammenhängt und als Mutter dazu verleitet wird, dass man dem Kind so viel als möglich alle Steine aus dem Weg räumt. Anders verhält es sich natürlich, wenn man von heute auf morgen vor einem Berg steht, da sieht die Sache natürlich anders aus. Schnelle Hilfe ist hier gefragt, was fast unmöglich ist, weil alle Spezialisten einen so vollen Terminkalender haben, wenn man Glück hat 8-12 Wochen Wartezeit hat für ein erstes Gespräch. Wenn die Pädagogen, Doktoren, Therapeuten jedes Kind so behandeln würden, als ob es ihr Eigenes wäre, erst dann wissen sie es und haben ihren Beruf verstanden.

RRRedaktion: Liebe Eltern, es lohnt sich immer für jedes einzelne Kind zu kämpfen, auch wenn es nicht ihr eigenes ist!

Wenn ein Kind kritisiert wird, lernt es zu verurteilen.
Wenn ein Kind angefeindet wird, lernt es zu kämpfen.
Wenn ein Kind verspottet wird, lernt es, schüchtern zu sein.
Wenn ein Kind beschämt wird, lernt es, sich schuldig zu fühlen.
Wenn ein Kind verstanden und toleriert wird, lernt es, geduldig zu sein.
Wenn ein Kind ermutigt wird, lernt es, sich selbst zu vertrauen.
Wenn ein Kind gelobt wird, lernt es, sich selbst zu schätzen.
Wenn ein Kind gerecht behandelt wird, lernt es, gerecht zu sein.
Wenn ein Kind geborgen lebt, lernt es zu vertrauen.
Wenn ein Kind anerkannt wird, lernt es, sich selbst zu mögen.
Wenn ein Kind in Freundschaft angenommen wird, lernt es, in der Welt Liebe zu finden.
(Ein Text über dem Eingang einer tibetischen Schule)

Weitere Informationen erhalten Sie über die: Heilpädagogische Praxis für Kinder und Jugendliche, Christine Stuhler-Seitel, Ludwig-Ganghofer-Str. 6 • 86473 Ziemetshausen, Fon 08284 – 99 88 170 • Fax 08284 – 92 87 25 web: www.praxis-stuhler-seitel.de Mail: info@praxis-stuhler-seitel.de

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