Nicht`s über uns, ohne uns! Whistleblower, die Aufklärung dient dem politischen Wandel – Eine Enthüllung sollte doch für den Betroffenen „wie eine Befreiung sein“!

Der Wurm muss dem Fisch schmecken……nicht dem Angler!: Auch wenn es in der letzten Legislaturperiode wieder nicht zur Verabschiedung eines Whistleblower-Schutzgesetzes gekommen ist, so ist ein Einstellungswandel in der Gesellschaft gegenüber Whistleblower auch für uns Journalisten deutlich spürbar. Die Skandale und finanziellen, ökologischen oder medizinischen Schäden, die sich bei einem angemessenen Whistleblower-Schutz womöglich hätten vermeiden lassen, haben auf je eigenen Art Übrzeugungsarbeit geleistet: das VW-Debakel, die Stickoxid-Belastung unserer Großstädte, die Krebsmittelpanscherei eines Bottroper Apothekers, allfällige Lebensmittelskandale usw.. Forderungen nach Einführung von Hinweisgebersystemen bei Behörden und Unternehmer werden allenhalben erhoben. Whistleblower-Schutzgesetze gibt es bereits im Finanzbereich (FinDAG, Geldwäschegesetz) und demnächst auch für die Lebensmittelindustrie aufgrund der neuen EU-Kontrollverordnung. Auch wir freie Journalisten glauben: Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis das aktuelle, unzumutbare Vorschriften-Wirrwarr von der nächsten Regierungskoalition mit einem generellen Whistelblower-Schutzgesetz beendet werden wird. Dafür setzt Whistleblower-Netzwerk sich weiter mit aller Kraft ein.

Whistleblower-Netzwerk unterzeichnet offenen Brief zur Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung im Zuge der Jamaika-Koalitionsverhandlungen. Journalistische Politik ist, für eine Zivilgesellschaft die Grundwerte zu erhalten und zurückzufordern! Menschenrechtsverletzungen und Straftaten in Pflegeheime, Pharmaindustrie und Wirtschaft, im Visier der Mauscheleien, wer solche Dinge entdeckt muss das Recht haben Missstände zur Anzeige zu bringen. Menschenrechtsverletzungen sind keine Betriebsgeheimnisse, sie dürfen arbeitsrechtliche für den Whistleblower nicht zur Kündigung führen und Journalisten dürfen deshalb nicht verfolgt und zensiert werden.

Was ist ein Whistleblower?: Auch Journalisten werden zu Whistleblower, Whistleblower sind Menschen mit Zivilcourage. Sie schlagen Alarm, wo es nötig ist. Sie nehmen illegales Handeln, Missstände oder Gefahren für Mensch und Umwelt nicht länger schweigend hin, sondern decken auf. Sie tun dies intern innerhalb ihres Betriebes, ihrer Dienststelle oder Organisation oder auch extern gegenüber den zuständigen Behörden, Dritten bzw. der Presse. Whistleblower handeln selbstlos zum Wohl der Gesellschaft und leisten einen Beitrag zum offenen Diskurs. Whistleblower gehen häufig ein hohes Risiko ein, sie setzen ihren Ruf und ihre Existenz aufs Spiel. Oft werden sie von jenen unter Druck gesetzt, die unbequeme Wahrheiten vertuschen wollen. Whistleblower sind keine Denunzianten, denn sie suchen keinen eigenen Vorteil. Sie folgen ihrem Gewissen, tun oft nur ihre Pflicht – auch dann, wenn es unbequem für sie werden kann.

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