Glyphosat auch in Wein und Traubensaft nachgewiesen! Die Uhr tickt – Glyposat JETZT stoppen! Mitwisser sind Mittäter!

Der EU-Kommission rennt jetzt die Zeit davon – denn zum 30. Juni läuft die Glyphosat-Zulassung aus! Doch noch haben wir nicht gewonnen. Nach der gescheiterten Sitzung wird die EU-Kommission jetzt versuchen, doch noch einen Kompromiss auszuhandeln. Um das zu verhindern, müssen wir uns jetzt mächtig ins Zeug legen – und brauchen Ihre Hilfe. In der Verlängerung gewinnen wir. Alle haben gezittert, bis das Ergebnis kam. Doch jetzt ist klar: Das ist ein mächtiger Zwischenerfolg in Sachen Glyphosat! Die Wiederzulassung des Ackergifts ist ein zweites Mal gescheitert – dem Bürgerprotest sei dank. Bleiben Sie jetzt bitte dran – dann holen wir gemeinsam den Sieg gegen Monsanto. Was für ein fantastischer Etappensieg! Schon zum zweiten Mal verfehlte die EU-Kommission heute eine Mehrheit für die Wiederzulassung von Glyphosat. Dieser große Erfolg zeigt, was Bürgerprotest bewirken kann. Noch vor einem halben Jahr sah es so aus, als würde die EU das Monsanto-Gift ohne viel Widerstand wiederzulassen. Doch Frankreich und Italien stimmten bei einer Probeabstimmung mit Nein. Deutschland enthielt sich gemeinsam mit sechs weiteren Ländern – und wurde somit zum Zünglein an der Waage.

Vorausgegangen war eine Vollbremsung durch Umweltministerin Barbara Hendricks und Vize-Kanzler Sigmar Gabriel (beide SPD). Beeindruckt vom breiten Protest, hatte die SPD-Fraktion ihren Ministern klargemacht, dass sie sich gegen die Zulassung stellen müssen. Agrarminister Christian Schmidt (CSU) konnte seinen Pro-Glyphosat-Kurs nicht durchsetzen. Unser politischer Druck hat also gewirkt. Per Aktionstour hefteten wir uns Agrarminister Schmidt an die Fersen – und überreichten ihm unseren Appell mit inzwischen über 530.000 Unterschriften. Millionen Menschen sahen unser Video „Die Glyphosat-Lüge“, das wir europaweit in sechs Sprachen mit unseren Partnern verbreiteten. Dass laut unserer europaweiten Umfrage 64 Prozent der Bürger/innen Glyphosat ablehnen, griffen sogar „Guardian“und „LeMonde“ auf. Sie sehen, unsere Arbeit wird immer internationaler – das einzig Richtige bei europaweiten Entscheidungen.

Jetzt geht es um alles: Die EU entscheidet am Donnerstag, 19.5.16 über Glyphosat. Für uns heißt das: Der Regierung zu zeigen, dass das gefährliche Ackergift vom Tisch muss. Es ist Ihre Unterschrift, auf die es ankommt. Bitte machen Sie mit! Unterzeichnen Sie hier und jetzt unseren Appell. Glyphosat sorgt für Krach in der Großen Koalition – für uns eine riesige Chance. Am Donnerstag stimmt die EU ab, ob das Monsanto-Gift wieder zugelassen wird. Die Entscheidung hängt an der gewichtigen Stimme Deutschlands. In den Streit zwischen Agrarminister Christian Schmidt (CSU; für Glyphosat) und Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD; gegen Glyphosat) hat sich Kanzlerin Merkel eingeschaltet. Sie muss jetzt dafür sorgen, dass Deutschland mit Nein stimmt – oder sich zumindest enthält. Ohne die nötige Mehrheit stünde das Ackergift dann vor dem Aus. (Kein Gift aus den USA, Europa muss sich davor schützen. Auch nur der kleinste Verdacht einer Krebsgefahr genügt, dass verantwortungsvolle Politiker einem solchen Gesetz, einer Zulassung nicht zustimmen, die Profiteure sind nur die Pharmaindustrien, nicht der Mensch, nicht der Verbraucher.) Süddeutsche Zeitung: Glyphosat hat die große Koalition vergiftet

Die Agrarlobby macht natürlich jetzt mobil. Gemeinsam müssen wir gegenhalten. Bis wir, die Verbände wollen eine halbe Million Unterschriften gegen Glyphosat zusammenbekommen. Damit senden wir ein dickes Ausrufezeichen an Merkel, dass die Bürgerinnen und Bürger jetzt ein Verbot des Pestizids erwarten. Seit gestern irritiert zudem eine Bewertung eines gemeinsamen Ausschusses der Welternährungsorganisation (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Glyphosat sei nicht krebserregend, wenn es über die Nahrung aufgenommen wird. Doch die Arbeit dieses Gremiums steht seit Jahren in der Kritik. Es trifft seine Bewertungen völlig intransparent. Wir Journalisten wissen aber auch, dass die WHO von der Pharmaindustrie gesponsert werden. Einzelne Mitglieder haben intensive Beziehungen zur Industrie.Zum Beispiel der Ko-Vorsitzende Alan Boobis. Er ist Vizepräsident des International Life Sciences Institute Europe – einer mehrheitlich von Monsanto und Co. finanzierten Einrichtung.

Die Bewertung der unabhängigen Krebsforscher der WHO ist damit nicht aufgehoben. Sie kamen letztes Jahr zum Schluss, dass Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend“ ist. Umweltministerin Hendricks hat deswegen am letzten Donnerstag den richtigen Schluss gezogen: „Vor dem Hintergrund nach wie vor bestehender Unsicherheiten über die gesundheitlichen Risiken von Glyphosat werden die SPD-geführten Ressorts einer Verlängerung für die Zulassung von Glyphosat nicht zustimmen. Wer übers Land fährt, kann an vielen Stellen sehen, was Glyphosat anrichtet. Auf 40 Prozent der Felder wird es in großen Mengen versprüht. Zurück bleiben Äcker, auf denen nichts mehr lebt. Wir wollen kein Gift aus den USA, Europa muss sich davor schützen!

Auch jenseits des Krebsrisikos – es gibt viele andere Gründe, die für ein Verbot des Pestizids sprechen. Es entzieht Insekten und Vögeln die Lebensgrundlage und gefährdet die Artenvielfalt.[7] Es tötet sämtliche Wildkräuter auf Äckern – und löst bei ihnen Resistenzen aus. Die Folge: Immer größere Mengen des Unkrautvernichters werden versprüht. Das Gift wird in unser Grundwasser und unsere Flüsse gespült und lässt sich sogar in vielen Lebensmitteln nachweisen. Hierüber streitet die Wissenschaft nicht. Markus Balser fasst es in der heutigen Süddeutschen Zeitung so zusammen: „Die Entscheidung über Glyphosat ist deshalb auch eine über zukünftige Produktionsmethoden in der Landwirtschaft. So wie vieles bisher läuft, sind die Grenzen des Verantwortbaren erreicht.“[8] Die Entscheidung über Glyphosat ist damit grundsätzlich: Entwickelt sich auf unseren Feldern eine Agrarindustrie – oder schlagen wir den Weg zu einer bäuerlichen, ökologischeren Landwirtschaft ein. Auch darüber fällt am 19.5.16 in Brüssel die Entscheidung. Das Zeichen der 500.000 Menschen unter unserem Appell soll sein: Deutschland sagt Nein zum Monsanto-Gift. Seien Sie dabei! (Gerald Neubauer, Campaigner, Christoph Bautz, Campact-Vorstand)

Die Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation hat das weltweit meistgenutzte Pestizid als wahrscheinlich krebserregend eingestuft: Glyphosat. Dennoch droht das vom Agrochemiekonzern Monsanto entwickelte Totalherbizid in der Europäischen Union weiterhin zugelassen zu bleiben. Der EU-Ministerrat entscheidet darüber womöglich schon Mittwoch oder Donnerstag. Daher müssen wir jetzt unsere Regierung in die Pflicht nehmen: Fordern Sie Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) auf, die Wiederzulassung von Glyphosat zu stoppen.

Wir fordern damit, das europäische Vorsorgeprinzip konsequent anzuwenden. Denn der Grundsatz, wonach ein Produkt nur zugelassen werden darf, wenn seine Unbedenklichkeit für Menschen, Tiere und Pflanzen nachgewiesen wurde, ist in Gefahr. Das Vorsorgeprinzip wird nicht nur in den TTIP-Verhandlungen zugunsten wirtschaftlicher Interessen aufs Spiel gesetzt, wie die von Greenpeace kürzlich öffentlich gemachten Dokumente belegen. Der Fall Glyphosat zeigt, wie sehr das Vorsorgeprinzip bereits ohne TTIP unter dem Druck mächtiger Lobbygruppen steht: Während sich die Weltgesundheitsorganisation in ihrem Urteil ausschließlich auf öffentlich zugängliche Studien stützt, plant die EU-Kommission eine Glyphosat-Genehmigung, die wesentlich auf unveröffentlichten Studien der Industrie beruht.

Greenpeace fordert von der EU-Kommission, Glyphosat auf objektiver wissenschaftlicher Grundlage und somit nachvollziehbar neu zu bewerten. Frankreich hat bereits offiziell angekündigt, im EU-Ministerrat gegen das Agrargift zu stimmen. Um seiner Verantwortung für Umwelt und Verbraucher gerecht zu werden, muss auch der Bundeslandwirtschaftsminister klar Position beziehen: Nein zu Glyphosat! Wie weit das Gift in der Landwirtschaft verbreitet ist, zeigt sich in einer aktuellen Analyse. Greenpeace hat eine Stichprobe von Weinen und Traubensäften aus Supermärkten auf Glyphosat getestet: In 64 Prozent der getesteten konventionellen Produkte war Glyphosat nachweisbar. Zwar lag die Glyphosat-Belastung in allen untersuchten Fällen unterhalb des Grenzwerts und der Alkoholgehalt des Weins stellt das größere Gesundheitsrisiko dar. Dennoch bestätigen die Testergebnisse die weite Verbreitung des Agrargiftes in Lebensmitteln. Unabhängige wissenschaftliche Studien bringen Glyphosat mit einer Vielzahl negativer Effekte auf die Gesundheit von Mensch und Tier sowie mit Gefahren für die Umwelt und die Artenvielfalt in Verbindung. Häufig handelt es sich hierbei um langfristige oder chronische Effekte. Glyphosat weiter einzusetzen bedeutet, Mensch und Umwelt einem unkalkulierbaren Risiko auszusetzen.

Mehrere Baumärkte nehmen Glyphosat aus dem Sortiment. Den Verkaufsschlager unter den Unkrautvernichtungsmitteln nutzt nicht nur die industrielle Landwirtschaft. Auch auf Balkonen und in Gärten kommt es massenhaft zum Einsatz, denn: Monsantos Gift ist frei verkäuflich. Immer noch. Doch beim Privatgebrauch gibt es gute Nachrichten, seit die Weltgesundheitsorganisation Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend eingestuft hat. Der Handel zeigt sich weniger beratungsresistent als die Politik und reagiert zumindest auf Verbraucherproteste. Die Mehrzahl der großen Baumärkte hat Glyphosat mittlerweile aus ihren Regalen verbannt. Damit sind die Händler der Regierung einen Schritt voraus. Wenn der EU-Ministerrat kommende Woche zusammentritt muss Christian Schmidt endlich im Interesse von Bürgern und Umwelt aktiv werden und uns vor Gesundheitsrisiken schützen: Keine Wiederzulassung für Glyphosat. (Dr. Dirk Zimmermann, Landwirtschaftsexperte, Greenpeace e.V.

Am 19.5.16 will die Europäische Union entscheiden, ob Glyphosat weitere Jahre auf unsere Äcker gespritzt werden darf. Weitere Jahre Pflanzenschutzmittel mit einem Wirkstoff, den Experten der WHO für „wahrscheinlich krebserregend“ halten. Das dürfen wir nicht zulassen! HELFEN SIE UNS, PROTESTIEREN SIE JETZT MIT EINEM EIL-APPELL AN EU-GESUNDHEITSKOMMISSAR VYTENIS ANDRIUKAITIS! UNTERSCHREIBEN SIE JETZT! Der Streit um eine Neuzulassung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat geht in die (vorerst?) letzte Runde: Morgen stimmt ein Gremium aus Experten der 28 EU-Mitgliedsstaaten darüber ab, ob das umstrittene Pestizid für weitere Jahre auf unsere Felder gesprüht werden darf. Doch ob sich die Experten  für oder gegen Glyphosat aussprechen – das letzte Wort hat auf jeden Fall die  EU-Kommission. Sie könnte JA sagen zu weiteren neun Jahren Glyphosat, obwohl die gesundheitlichen Risiken für den Menschen nicht geklärt sind!  Machen Sie jetzt mit bei unserem Eil-Appell an Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis:

Ganz ehrlich: Ob wir damit Erfolg haben können, wissen wir nicht. Denn seit langem tobt ein Streit der Wissenschaft um die Risiken von Glyphosat. Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hält den Wirkstoff, der in zahlreichen Unkrautvernichtungsmitteln enthalten ist, für „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“. Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA kommt zu anderen Ergebnissen. Gegenseitig werfen sich die Wissenschaftler Fehler vor. UND WER SITZT ZWISCHEN ALLEN STÜHLEN? WIR VERBRAUCHERINNEN UND VERBRAUCHER! DENN DAS RISIKO TRAGEN WIR, UM UNSERE GESUNDHEIT GEHT ES!

Dass jetzt ausgerechnet ein anderes Gremium, das “Joint Meeting of Pesticide Residues” – in dem übrigens auch wirtschaftsnahe Wissenschaftler sitzen – eine Krebsgefahr aus Glyphosat-Rückständen in Lebensmitteln ausschließt, sorgt bei Verbraucherinnen und Verbrauchern für noch mehr Verwirrung. Doch so vertrackt die wissenschaftliche Bewertung, so eindeutig ist die politische Lage: In der EU gilt das Vorsorgeprinzip, es ist elementarer Teil des europäischen Lebensmittelrechts, niedergeschrieben in der so genannten Basisverordnung 178 aus dem Jahre 2002. Was heißt das? DAS BEDEUTET: SOLANGE DIE WISSENSCHAFTLICHEN ZWEIFEL AN DER SICHERHEIT EINER SUBSTANZ NICHT WIDERLEGT SIND, DARF AUCH KEINE ZULASSUNG ERTEILT WERDEN. VORSORGLICH!

Eine neue Zulassung für Glyphosat dürfte es politisch also nur dann geben, wenn sich die wissenschaftlichen Hinweise auf ein Krebsrisiko als unbegründet erwiesen haben. Genau das ist aber NACH WIE VOR nicht der Fall! Deshalb wollen wir gemeinsam mit Ihnen die Europäische Kommission an das Vorsorgeprinzip erinnern. Wir fordern: Keine neue Zulassung für Glyphosat! Helfen Sie jetzt mit: Unterzeichnen Sie unseren Appell und leiten Sie diese Nachricht in Ihrem Freundeskreis weiter: UNTERZEICHNEN SIE HIER! Immer wieder erleben wir es, dass das Vorsorgeprinzip unterlaufen wird, wir Verbraucherinnen und Verbraucher gesundheitlichen Risiken ausgesetzt werden. Das ist einer der Gründe, warum es foodwatch gibt! Wir kämpfen dafür, dass Lebensmittel keine vermeidbaren Risiken für unsere Gesundheit  darstellen. Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode. Ihr foodwatch-Team.

http://de.reuters.com/article/deutschlandgl-idDEKCN0Y4129
http://www.who.int/foodsafety/jmprsummary2016.pdf?ua=1
http://www.greenpeace.org/eu-unit/en/News/2016/Industry-ties-JMPR-glyphosate/
http://www.who.int/foodsafety/areas_work/chemical-risks/JMPR_2016_ListOfExperts.pdf?ua=1
http://www.ilsi.org/Europe/Pages/Board-of-Directors.aspx
http://de.reuters.com/article/eu-deutschland-glyphosat-idDEKCN0Y3114
https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/pflanzenschutzmittel/glyphosat
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/glyphosat-volte-in-letzter-minute-1.2995129